Jobchance vorprogrammiert - Coding-Kenntnisse stark nachgefragt

v.l.: Markus Roth, IT-Fachgruppenobmann WKOÖ, bfi-Geschäftsführer Christoph Jungwirth, AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und GRAND GARAGE-Geschäftsführer Werner Arrich © Land OÖ/Heinz Kraml
v.l.: Markus Roth, IT-Fachgruppenobmann WKOÖ, bfi-Geschäftsführer Christoph Jungwirth, AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und GRAND GARAGE-Geschäftsführer Werner Arrich © Land OÖ/Heinz Kraml

22.01.2019

  • Angebot und Nachfrage klaffen auseinander
  • AMS-Digitalisierungsoffensive
  • Bündelung der Anstrengungen
  • CODERS.BAY als Pilotprojekt gestartet

Innerhalb von fünf Jahren ist die Nachfrage nach ProgrammiererInnen sprunghaft gestiegen: Die Beschäftigung stieg von 3.900 auf 4.600 an. Waren 2013 im Schnitt 57 offene Stellen beim AMS OÖ gemeldet, stieg die Nachfrage bis 2018 auf 150. Zugleich ist die Zahl der Jobsuchenden (arbeitslos oder in Schulung) rückläufig.

»Mit dem Projekt CODERS.BAY starten wir einen Testballon«, erklärt AMS-Landesgeschäfts-führer Gerhard Straßer. »Ziehen die Unternehmen mit, bauen wir die Ausbildungsangebote weiter aus.«

Jung und nachgefragt

ProgrammiererInnen bleiben in der Regel nicht lange arbeitslos: Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 81 Tage (Tendenz: stark sinkend). Knapp 80% der Jobsuchenden sind unter 45 Jahre; der Frauenanteil liegt bei 41%. »Der Arbeitsmarkt im Coding-Bereich ist praktisch leergefegt,« unterstreicht Straßer. »Daher unternehmen wir alternative Ausbildungsschritte.«

 

AMS-Digitalisierungsoffensive


Das Projekt CODERS.BAY ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsoffensive des AMS OÖ, die nach innen und außen wirken soll. IT-Berufsausbildungen für Arbeitsuchende werden aktuell in Linz (Kooperation mit dem VfQ und dem Wifi), Gmunden (IBIS) und Lenzing (Bildungszentrum Lenzing) angeboten.

»Wir planen ein umfangreiches Maßnahmenpaket, im Rahmen dessen bei Frauen und Män-nern unterschiedlicher Altersgruppen Interesse an einer Ausbildung und Beschäftigung im EDV-Bereich geweckt werden soll«, erklärt Straßer. »Verkürzte Lehrausbildungen, Robotik-Workshops und auch entsprechende Schulungsangebote für die TrainerInnen werden laufend durchgeführt. In Teilbereichen erfolgt eine finanzielle Beteiligung des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ.«


In den AMS-BerufsInfoZentren werden für Schülerinnen 'Technik Rallyes' zu den Themen Mechatronik, Schweißen, Holz, Metall, Kunststoff, Elektronik oder IT-Coding veranstaltet.


Digitale Kompetenz ist eine Schlüssel-Qualifikation für den Standort OÖ - sagt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

„Wir wollen am Standort Oberösterreich die Herausforderung Digitalisierung nicht passiv erleiden, sondern aktiv gestalten. Dazu brauchen wir nicht nur eine leistungsfähige Infrastruktur mit schnellem Breitbandinternet, sondern auch digital fitte Menschen, damit unseren Betrieben ausreichend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Die zunehmende Digitalisierung führt dazu, dass quer durch alle Branchen und Sektoren immer mehr Arbeitskräfte mit entsprechenden Kompetenzen gesucht werden. Unternehmen und deren Mitarbeiter/innen sowie Arbeitsuchende werden in Oberösterreich auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter mit zahlreichen Maßnahmen aktiv unterstützt – unter anderem:


Die GRAND GARAGE als Raum für LERNEN UND WACHSEN


Angesiedelt ist die CODERS.BAY im vierten Stockwerk des Magazin3 in der Tabakfabrik in Linz und somit in zentraler Nähe zur GRAND GARAGE, der Innovationswerkstatt für Menschen, Wissen und Technologie.

Die GRAND GARAGE bietet einen Raum, der zum Lernen und Wachsen auf allen Ebenen einlädt. Die Teilnehmenden der Qualifizierungen kommen dort mit einem Umfeld in Berührung, in dem lustvolles Experimentieren stattfindet und die eigene Kreativität angeregt wird. Dies geht auf den Garagenmythos zurück, welchem die GRAND GARAGE ihren Namen verdankt: die Garage als Geburtsstätte von Ideen, als Ort des Experimentierens, als Pilgerstätte für Technik- und Innovationsfreaks. In der GRAND GARAGE soll das Bedürfnis des Innovierens, Probierens und Materialisierens auf ein neues Niveau gehoben und mit innovativen Konzepten und Formaten auf bisher ungeahnte Weise ermöglicht werden. 

Das Konzept der GRAND GARAGE folgt der Grundidee der CROSS-FERTILIZATION, der gegenseitigen Befruchtung. Ein dabei zentraler Aspekt: Technologieinteressierte Menschen finden (ungeachtet ihrer formalen Bildungsabschlüsse) Unterstützung, Befähigung und Weiterentwicklung in ihren technologischen Skills (3D Druck, Programmierung, Elektronik, Mechatronik, Robotik, usw.) und ihrer Methodenkompetenz (Innovation, Querdenken, transdisziplinäres Arbeiten). „Scheitern und Siegen“ in einem geschützten Bereich werden ermöglicht, die Neugierde und das Sich-Trauen unterstützt. Die GRAND GARAGE als Innovationswerkstätte soll allen kreativen (jungen) Menschen als Experimentierfeld zur Verfügung
stehen. 

Nähere Informationen: www.grandgarage.eu


Hier finden Sie die Presseunterlage als Download.