Zweiter „Connected Mobility Hackathon“ bringt Unternehmen mit Start-ups zusammen

Mann kniend mit VR-Brille
Fünf Start-ups lieferten im Juni 2018 beim Hackathon in Linz neue Ideen für Pöttinger Landtechnik. © Business Upper Austria
KTM Motohall in Mattighofen
Die KTM Motohall in Mattighofen bietet vom 9.-11. April 2019 als innovativer Veranstaltungsort den idealen Rahmen für den zweiten „Connected Mobility Business Hackathon“. © KTM

03.01.2019

Bereits zum zweiten Mal findet vom 24. bis 26. April 2019 der Multi-Corporate „Connected Mobility Business Hackathon“ statt. Oberösterreichische Firmen können dort ihre Prozesse, Dienstleistungen und Produkte im Sinne der Digitalisierung von Start-ups & Spezialisten neu überdenken lassen. Dieses Format wird im Rahmen der Initiative Connected Mobility (ICM) vom Automobil-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria gemeinsam mit den Innovationsexperten von WhatAVenture in der KTM Motohall in Mattighofen veranstaltet. „Etablierte Unternehmen müssen ihre Tätigkeit auf den digitalen Transformationsprüfstand stellen und neue Geschäftsmodelle, Produkte oder Dienstleistungen entwickeln. Der open innovation Ansatz eines Hackathons liefert den teilnehmenden Unternehmen in kürzester Zeit völlig neue digitale Geschäftsmodelle und -lösungen“, wirbt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner für die Teilnahme.

Die drei Unternehmen beim zweiten Hackathon sind die KTM AG, Rosenbauer International AG und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft. Gemeinsam mit Start-ups und externen Spezialisten erarbeiten sie Lösungen zu technischen oder wirtschaftlichen Frage- bzw. Problemstellungen. „Offene Innovation schafft einen Freiraum, in dem wir uns mit externen Partnern, Start-ups und Ideengebern vernetzen können. Es ist der bewusste Schritt aus der eigenen Komfortzone, um neue Technologien zu bewerten und anzuwenden“, fasst Walter Sieberer, Geschäftsführer der KTM Innovation GmbH, die Erwartungen an den Hackathon zusammen. Für Dr. Dieter Siegel, Vorstandsvorsitzender der Rosenbauer International AG, bedeutet die Teilnahme am Hackathon: „Rosenbauer ist seit vielen Jahren der unangefochtene Weltmarktführer, wenn es um die Ausrüstung von Feuerwehren geht. Kontinuierliche Innovation hat uns auch zur globalen Nummer Eins in Sachen Technologie gemacht. Der open innovation Ansatz eines Hackathons erscheint uns ideal, um mit dem steigenden Tempo des technologischen Wandels Schritt zu halten. In diesem Sinn freue ich mich auf den Austausch mit den teilnehmenden Start-ups und ihren frischen Blick bzw. ihre Antworten auf einige unserer aktuellen Herausforderungen." Beim zweiten „Connected Mobility Business Hackathon“ profitieren die drei Unternehmen vom innovativen Mindset der teilnehmenden Start-ups und IT-Spezialisten. Jedes Team, bestehend aus Start-up- und Mitarbeitern der teilnehmenden Unternehmen, erarbeitet konkrete Lösungen und Anwendungsfälle aus seinen Themenbereichen.

Was ist ein Hackathon?
„Hackathon ist eine Wortschöpfung aus ‚Hacken‘ und ‚Marathon‘: Es handelt sich um ein – in der Regel – zwei- bis dreitägiges Veranstaltungsformat mit dem Ziel, dass interdisziplinäre Teams à vier bis sechs Personen – bestehend aus Branchen-/Fachexperten, Programmierern, Mitarbeitern aus dem eigenen Unternehmen und Start-ups – zu einer vorab klar formulierten Problemstellung eines Unternehmens in kürzester Zeit lauffähige Ergebnisse (neue Produkte, Services/Dienstleistungen) bzw. valide ausgearbeitete Business Cases/Geschäftsmodelle entwickeln“, erklärt der Organisator und Leiter der Initiative Connected Mobility, Dipl.-Ing. Wolfgang Kurz, das open innovation Format „Hackathon“.

Was ist ein „Multi-Corporate-Hackathon“?
Die Durchführung von bis zu drei parallel laufenden Hackathons unterschiedlicher Unternehmen sorgt für zusätzlichen regen Wissensaustausch sowie Inspiration zwischen unterschiedlichen Branchen und erhöht somit den Mehrwert für alle Teilnehmer. „Bei der Kooperation mit Start-ups kann man als etabliertes Unternehmen sehr viel lernen und auch gegenseitig voneinander profitieren. Daher sind wir als RLB OÖ seit Beginn an mit einem eigenen Private Office in der Strada del Startup in der Tabakfabrik in Linz vertreten. Neben der Zusammenarbeit mit Start-ups ist ergänzend auch der Austausch mit starken Partnern aus anderen Branchen wichtig, denn radikale Innovation entsteht oft dort, wo neue Sichtweisen auf bekannte Probleme treffen“, beschreibt Mag. Stefan Sandberger, Vorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, den Vorteil des branchenübergreifenden open innovation Formats als teilnehmendes Unternehmen aus der Finanzbranche.

Nutzen und Mehrwert für Unternehmen
Angeboten werden die Lösungen und Dienstleistungen von Start-ups und Experten unter anderem aus dem Netzwerk von WhatAVenture, die bei der Begleitung und Abwicklung des Hackathons unterstützen. Philippe Thiltges, Managing Partner der WhatAVenture GmbH, weist auf die Synergien eines Multi-Corporate-Hackathons hin: „Unsere Aufgabe beim Connected Mobility Business Hackathon der ICM ist es, die Unternehmen schon im Vorfeld bei der Problemdefinition zu unterstützen. Durch unser großes Branchennetzwerk haben wir Zugriff auf mehr als 2.000 Start-ups und Digitalisierungsspezialisten, die bei der Lösung der Probleme helfen können. Diese Kontakte werden von uns für die Problemstellungen genau vorselektiert und eine kleine Gruppe wird dann zum Hackathon nach Mattighofen eingeladen, um Lösungsansätze gemeinsam mit den etablierten Unternehmen durchzudenken und spannende Pilotprojekte zu starten.“ Interessierte Start-ups, Experten, KMUs und Forschungseinrichtungen können sich auf der Website www.connected-mobility-hackathon.eu bewerben.


Foto: Dipl.-Ing. Wolfgang Kurz

Dipl.-Ing. Wolfgang Kurz

Project Manager

Connected Mobility | Digital Transformation

Mobil: +43 664 88495292
Tel.: +43 732 79810-5088