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Leitinitiative Digitalisierung

Die Leitinitiative Digitalisierung ist ein 20-Punkte-Programm des Landes OÖ für die digitale Zukunft Oberösterreichs. Die Umsetzung wird von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria koordiniert. Fest verankert ist die Digitalisierung als Querschnittsthema auch im strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm Innovatives OÖ 2020. Sie betrifft alle Aktionsfelder und trägt wesentlich zur Erreichung der Ziele im strategischen Programm bei.

„Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Innovationsmotor für unsere Volkswirtschaft. Sie stellt alle Branchen vor große Herausforderungen, gleichzeitig eröffnet sie aber auch ganz neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung – im Großen wie im Kleinen. Attraktive Rahmenbedingungen für Menschen und Betriebe sorgen dafür, dass Oberösterreich die dynamischste Wirtschaftsregion Österreichs ist. Unser Bundesland verfügt über starke digitale Kompetenzen und Ressourcen. Innovative Unternehmen, weltoffene Studierende und engagierte Fachkräfte machen Oberösterreich zu einer der führenden Digitalregionen Europas. Mit unserer umfassenden Leitinitiative Digitalisierung wollen wir alle Chancen nutzen, um als Wirtschaftsstandort aus der digitalen Transformation gestärkt hervorzugehen.“

Mag. Thomas Stelzer
Landeshauptmann

Dr. Michael Strugl
Landeshauptmann-Stellverteter

Die aktuellen Projekte der Leitinitiative Digitalisierung: 

Maschinenbauunternehmen stehen auf Grund der zunehmenden Digitalisierung vor großen Herausforderungen. Sie sind mehr und mehr gefordert Maschinen und Anlagen in immer kürzer werdenden Zyklen mit der größtmöglichen Flexibilität und Qualität dem Kunden zur Verfügung zu stellen. Ein erfolgsversprechender Ansatz zur Effizienzsteigerung ist dabei die Abbildung der Wertschöpfungskette oder Teilen davon mittels digitalen Zwillingen (Digital Twins).

Der Mechatronik-Cluster der Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH greift diese Herausforderung im Rahmen des Projektes „DIGI-TWIN“ auf. Zielsetzung ist, die Nutzung und Anwendung von Digitalen Zwillingen sowie damit verbundene Effizienz über den gesamten Wertschöpfungsprozess in oö. Maschinen- und Anlagenbauunternehmen (insbesondere KMUs) zu steigern. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesichert und erhöht werden.
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Bis 2022 soll mit Hilfe von Förderungen auch in ländlichen Regionen flächendeckendes Breitband-Internet Realität werden. Das Breitbandbüro wurde auf Initiative des Wirtschaftsressorts des Landes Oberösterreich gegründet und von diesem unterstützt. Ziel ist es, die Gemeinden und Unternehmen auf Ihrem Weg zu schnellem Internet bestmöglich zu unterstützen und vor allem die zur Verfügung stehenden Fördermittel auszuschöpfen.
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Der Qualifizierungsverbund Digitale Kompetenz unterstützt produzierende und produktionsnahe Unternehmen bei der individuellen Planung und gemeinsamen Durchführung betrieblicher Weiterbildung zur Förderung digitaler Kompetenzen. Die Schulungen werden vom AMS OÖ und vom Wirtschaftsressort des Landes OÖ gefördert. 
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DESI (Digital Economy and Society Index) ist ein von der EU entwickelter und auf nationaler Ebene jährlich erhobener Index, der einen Vergleich der "digitalen Performance" der Mitgliedsländer in fünf Dimensionen und ein Monitoring der Entwicklung über die Zeit erlaubt.

Erstmalig wurde ein regionalisierter DESI für das Bundesland Oberösterreich zur Standortbestimmung des Digitalisierungsfortschrittes in OÖ im Vergleich zu Österreich und den Ländern der EU erstellt.

Nähere Informationen und zum hervorragenden Abschneiden von Oberösterreich beim DESI finden Sie hier.

Speziell im Bereich der Generativen Fertigung/3D-Druck (Additive Manufacturing) eröffnet die Mechatronik in Verbindung mit der zunehmenden Digitalisierung vollkommen neue Möglichkeiten. So unterstützt diese Technologie die Fertigung von Prototypen direkt aus CAD-Modellen, reduziert damit Produktentwicklungsschritte und Entwicklungskosten wesentlich und steigert somit die Effizienz in der Entwicklung.

Neben dem Prototypenbau sind es aktuell aber auch Anforderungen aus der Luftfahrt und Automotive sowie aus dem Werkzeugbau, die immer wieder neue Anwendungsfelder und Forschungsschwerpunkte für den Einsatz generativer Fertigung - egal ob mit 3D-Drucktechniken für Metalle oder mit Kunststoffen - liefern. Ziel ist es, dieses innovative Fertigungsverfahren in den oö. Unternehmen breiter in die Anwendung zu bringen. Letztlich sollen aber auch neue Projektideen entstehen, denn Oberösterreich verfügt sowohl an der Johannes-Kepler-Uni als auch an der Fachhochschule OÖ über entsprechende Forschungsschwerpunkte.

In Kooperation mit F&E-Einrichtungen und anderen Clustern setzt sich der Kunststoff-Cluster mit einer großen Herausforderung für seine Unternehmen auseinander: In der Kunststoffverarbeitung werden viele verschiedene „Rezepte“ für Kunststoff eingesetzt, teilweise auch Recyclingmaterial. Da sich die Eigenschaften der eingesetzten Stoffe während der Produktion, aber auch noch während der Nutzung ständig verändern, ist ihr „Verhalten“ schwer vorauszusehen. Selbst aufwändige Simulationen bringen oft keine verwertbaren Ergebnisse.

Um dennoch flexibel und effizient produzieren zu können, bietet die Digitalisierung durch vorausschauende Analytik große Chancen. Diese Potenziale sollen identifiziert und daraus Projektideen zur Steigerung der Produktionsdigitalisierung in Spritzguss/Extrusion, der Lohnfertigung und dem Werkzeugbau abgeleitet werden.